Steuerkette

Funktion, Wartung, Kosten

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Die Steuerkette ist sowohl bekannt wie auch unbekannt. Der Grund dafür ist dass wenn Sie noch nie einen Schaden aufgrund dieser erlitten haben, diese für Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Begriff sein wird. Sollten Sie aber bereits einen derartigen Schaden erlitten haben, treibt Ihnen der Begriff der Steuerkette mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Heidenangst ein. Denn trotz dessen dass diese eigentlich wartungsfrei sein sollten, können hier teure Schäden auftreten.

Bei einem Steuerkettenschaden gibt es die Möglichkeiten

1. der Reparatur,

2. des Einsetzens eines Austauschmotors oder

3. des Fahrzeugverkaufs

Grund dafür sind die verheerenden Auswirkungen beim Versagen der Steuerkette, denn diese verursacht in den meisten Fällen einen kapitalen Motorschaden. Aufgrund dessen wird oft die Frage gestellt, ob denn ein Zahnriemen die bessere Wahl für einen Motor ist und wo hier die Unterscheide liegen. Im Folgenden wird Ihnen die Steuerkette, ihre Funktion und Vor- sowie Nachteile gegenüber eines Zahnriemens erläutert. Ebenso erhalten Sie Infos darüber wie Sie einen solchen Schaden beheben lassen sollten und wie ein solcher Vorzubeugen ist.

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Was macht eine Steuerkette

Ein Verbrennungsmotor läuft nach „Takten“ ab, weshalb Sie hier oft die Bezeichnung 2-Takt oder 4-Takt Motor hören. Der Verbrennungsmotor in den heute gebräuchlichen Autos funktioniert in 4 Takten, wobei in jedem Takt die Ventile sowie Kolben in einer bestimmten Position sein müssen. Es gibt also 4 nacheinander ablaufende Schritte, in welchen die Positionen der beweglichen Bauteile synchron zueinander verändern. Die Steuerkette übernimmt hier die Synchronisation des Kolbens mit der der Ventile.

Dies geschieht dadurch dass die Steuerkette die Drehbewegung von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle überträgt, welche wiederum die Ventile betätigt. Die Kurbelwelle dreht sich hierbei mit der doppelten Drehzahl der Nockenwelle. So bewegen sich die Bauteile im richtigen Verhältnis zueinander und kommen sich nicht gegenseitig in die Quere.

Damit die Steuerkette ordnungsgemäß funktioniert, muss diese jedoch durchgehend gespannt werden. Hier kommen die Kettenspanner ins Spiel, über welche die Kette läuft damit die Kette weder einen Zahn überspringt, noch von den Kettenrädern herunterspringt. Sollte die Steuerkette sich über die Zeit längen, rüber- oder herunterspringen, werden die Kolben und Ventile nicht mehr miteinander synchronisiert und kollidieren miteinander. Diese zerstören sich dann gegenseitig und verursachen nicht selten einen kapitalen Motorschaden.

Vor- und Nachteile der Steuerkette

Es gibt jedoch noch eine andere Möglichkeit die Kurbelwelle mit der Nockenwelle zu verbinden. Hier kommt der Zahnriemen ins Spiel, welcher als ewiger Gegner der Steuerkette angesehen wird. Der Hauptvorteil einer Steuerkette gegenüber dem Zahnriemen, liegt darin dass diese größere Kräfte übertragen kann und dadurch in leistungsstarken Motoren unverzichtbar ist. Weiterhin ist die Steuerkette aber auch weitestgehend wartungsfrei und benötigt weniger Wartungsintervalle als ein Zahnriemen. Zudem lassen sich oft Anzeichen für einen eingehenden Schaden entdecken, während ein Zahnriemen diese nicht aufzeigt und ohne Vorwarnung reißen kann.

Die Nachteile gegenüber dem Zahnriemen liegen hauptsächlich darin, dass der Zahnriemen günstiger zu verbauen ist, weshalb er in vielen preiswerten Modellen seine Anwendung findet. Ebenso ist ein Zahnriemen viel platzsparender zu verbauen als eine Steuerkette, weshalb dieser insbesondere bei kleineren Motoren zum Einsatz kommen. Ebenso ist ein Zahnriemen zudem leiser und muss nicht geschmiert werden.

Anzeichen für einen Steuerkettenschaden

Wie erkenne ich ob die Steuerkette defekt ist? Während sich ein Schaden der Steuerkette zwar nicht zwingend ankündigen muss, lassen sich trotzdem oft Schäden bereits vor einem Totalschaden ausmachen. Besonders wichtig ist hier ein Rasseln oder Klappern der Steuerkette, was sich besonders im Kaltstart bemerkbar macht. Oft verschwindet dies nach wenigen Sekunden, weshalb Sie beim nächsten Kaltstart besonders aufmerksam hinhören sollten. Sollten Sie einen lauten Knall während der Fahrt vernehmen, in Verbindung mit einem stoppenden Motor, ist es meist zu spät und die Kette ist gerissen oder heruntergesprungen.

Bei moderneren Fahrzeugen ist zudem das Steuergerät oft klug genug, um einen solchen Schaden zu erkennen. So kann das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte bedeuten, dass hier ein Fehler in der Kettenlänge aufgefunden wurde, da diese sich so stark gelängt hat dass sie außerhalb der Toleranzen liegt. Ebenso können Sie bei der Wartung Ihres Autos der Werkstatt mitteilen, wenn Geräusche aus dem Motorraum auftreten, damit bei der Kontrolle explizit diese überprüft wird.

Wie lange hält eine Steuerkette? Steuerketten werden in 2 verschiedenen Varianten verbaut, wodurch hier unterschiedliche Wartungsintervalle aufkommen. Einfachrollketten werden mit 80.000 bis 120.000 Kilometern beaufschlagt, weshalb hier schon verhältnismäßig früh eine Kontrolle durchgeführt werden sollte. Die Duplexketten werden heutzutage am häufigsten verbaut und werden mit bis 500.000 Kilometern beaufschlagt, was jedoch nicht immer der Wahrheit entspricht. Aufgrund dessen kann eine zwischenzeitliche Überprüfung nicht schaden kann.

Was tun bei einem Steuerkettenschaden?

Eine gelängte Steuerkette, die vor dem Eintreten des Schadens erkannt wurde, kann ohne weitere Auswirkungen auf den Motor ausgetauscht werden. Den Austausch sollte jedoch eine qualifizierte Werkstatt übernehmen, wenn Sie nicht das nötige Know How und Werkzeug besitzen. Der Grund dafür ist nicht nur das benötigte Spezialwerkzeug, sondern auch dass die Kette penibel eingestellt werden muss, da sonst ein Schaden beim nächsten Starten des Motors entsteht. Die Kosten bei einem Steuerkettenwechsel variieren dabei von Modell zu Modell. 

Sollte die Kette bereits gerissen sein, liegt in der Regel ein Motorschaden vor und der Motor lässt sich auch nicht mehr starten. Hier haben Sie 3 verschiedenen Möglichkeiten zur Schadensbehebung:

 

Kosten der Motorinstandsetzung

Da ein Motor nur durch das Zusammenspiel vieler Bauteile funktioniert, kann es bei einem Motorschaden zu einer Kettenreaktion kommen und damit umso höhere Kosten verursachen.. In diesem Artikel finden Sie genauere Infos über die Funktionsweise eines Motors. Aufgrund der potentiellen weiteren Schäden ist es oft nur sinnvoll, eine Motorinstandsetzung durchzuführen, wenn es sich um kleinere Schäden handelt, also wenn der Motor trotz des Schadens unter etwas verringerter Leistung weiter läuft, (beispielsweise defekter Turbo/Kompressor) oder ihr Fahrzeug einen hohen Marktwert besitzt.

Sollte Ihr Auto keinen hohen Marktwert besitzen, wird sich die Reparatur kaum rentieren, da Sie im Schnitt mit einer Preisspanne von 2000€-6000€ rechnen müssen.

Kosten eines Austauschmotors

Wenn Sie ein zuverlässiges Auto fahren, bei dem kürzlich die wichtigsten Verschleißteile ersetzt worden sind, oder eines, das ein hohen Marktwert besitzt, stellt die Option eines Austauschmotors meist die kostengünstigste Lösung dar. Das bedeutet, dass ihr Auto einen komplett neuen oder leicht gebrauchten Motor eingesetzt bekommt. Da Sie aber um diesen selbstständig einzubauen sowohl weitreichende Kenntnisse, sowie Unmengen an Spezialwerkzeug benötigen, stellt dies oft keine realistische Option dar.

Aufgrund der Komplexität des Einbaus wird aber auch der Besuch in der Werkstatt zum Austauschen des Motors ein teures Vergnügen. So können sie für ein Austauschmotor inklusive des Einbaus mit 2000€-6000€ rechnen.

Preise beim Fahrzeug-Verkauf

Ihr Auto zu verkaufen stellt oft die Notlösung dar, wenn Sie bei einem kapitalen Motorschaden die Kosten möglichst gering halten möchten. Der Fahrzeugverkauf ist am sinnvollsten, wenn ihr Auto nur noch einen geringen Marktwert besitzt und bereits lange, beziehungsweise intensiv in Gebrauch war. Zusätzlich haben Sie natürlich einen Vorteil, sollte es sich bei ihrem Auto um ein seltenes Modell oder einen Oldtimer handeln.

Die Motorschaden Ankäufe richten sich dann für ein Durchschnittliches Auto nach einer Preisspanne von 500€-7000€ (Achtung: Hier wird von einem gebrauchten Fahrzeug ausgegangen!) 

Wie viel kostet eine Steuerkette?

Während die Kosten für eine Steuerkette sehr gering sind, kommen trotzdem vergleichsweise hoher Kosten zustande, da hier der Arbeitsaufwand sowohl groß ist, als auch die Arbeit sehr genau durchgeführt werden muss. Genauere Infos können Sie auf Steuerkette wechseln Kosten nachlesen. Da wie eben erwähnt ein selbstständiger Tausch der Steuerkette schwer ist, hängen die Kosten hier von Ihrem speziellen Modell und der gewählten Werkstatt ab. Was kostet die Steuerkette wechseln VW? Die Materialkosten im VW Konzern bewegen sich oft in einer Preisspanne von 100€-500€, die Arbeitskosten jedoch von 320€-1500€. Es können aber noch Zusatzkosten durch Nebenbauteile entstehen, wie beispielsweise die Kettenspanner.

Wie beuge ich einen Steuerkettenschaden vor?

Am besten lässt sich ein Schaden an der Steuerkette vorbeugen, indem das Auto stets ordnungsgemäß und behutsam gefahren wird. Dazu gehört vor allem das Warmfahren des Motors. Er sollte also nicht zu hochgedreht werden, wenn dieser seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat. Ebenso gehört hierzu aber auch das Auto „kaltzufahren“, also nach langen Fahrten mit hoher Leistung das Auto nicht sofort abzustellen, sondern vorerst bei geringerer Drehzahl zu bewegen.

Die regelmäßige Wartung ist besonders wichtig, um einen Steuerkettenschaden vorzubeugen. Hier sollte bei der regelmäßigen Wartung des Autos zusätzlich die Begutachtung der Steuerkette sowie der Kettenspanner gehören. Zudem sollte auch stets auf die oben genannten Anzeichen für einen eingehenden Schaden der Steuerkette geachtet werden.

Bei einigen Herstellern sind bestimmte Modelle bereits dadurch vorbelastet, dass die Steuerkette falsch gespannt oder fehlerhaft ausgelegt wurde. Zudem sind die markeneigenen Kettenspanner des Öfteren das Problem. Bei diesen Fahrzeugen hilft nur ein vorzeitiges Auswechseln der Steuerkette sowie dem Kettenspanner. Aufgrund dessen sollten Sie sich im Voraus darüber informieren, ob Ihr Auto von einem Werksseitigen Fehler bereits vorbelastet ist.

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