Warum Motoren kaputtgehen

Die Ursachen, die unsere Partnerbetriebe bei Motorschäden immer wieder finden, sind wenige: Überhitzung durch ein defektes Kühlsystem, Ölmangel oder falsches Öl, Verschleiß bei hoher Laufleistung, versäumte Wartung und mechanische Defekte wie Kolbenfresser oder Risse im Motorblock. Bis auf den reinen Materialfehler lassen sich alle davon durch Kontrolle und Gewohnheiten beeinflussen. Dieser Beitrag beschreibt, welche das sind und woran Sie merken, dass es Zeit ist anzuhalten.

Motorschaden-Ratgeber

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1. Fahrzeugdaten

Je genauer die Fahrzeugdaten, desto belastbarer der Ratgeber.

HSN/TSN stehen im Fahrzeugschein unter 2.1 und 2.2. FIN steht in Feld E, an der Windschutzscheibe oder am Türrahmen. Den Motorcode finden Sie oft im Serviceheft, auf dem Fahrzeugdatenträger, am Motor oder auf einer Werkstattrechnung.

2. Schaden

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3. Kontakt

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Öl: Stand, Sorte, Intervall

Der Ölstand ist die einfachste Kontrolle mit der größten Wirkung. Der ADAC rät, ihn je nach Auto etwa alle paar tausend Kilometer zu prüfen, bei älteren Fahrzeugen häufiger. Der Motor sollte dabei warm sein, aber einige Minuten stehen, damit das Öl in die Ölwanne zurückläuft, und das Auto muss eben stehen. Steht der Pegel zu niedrig, werden nach ADAC zuerst die oberen Bereiche des Motors, vor allem die Nockenwelle, nicht mehr ausreichend versorgt; die Folge ist ein kapitaler Motorschaden. Zu viel Öl schadet ebenfalls und sollte abgepumpt werden.

Genauso wichtig ist die Sorte. Die Bedienungsanleitung nennt eine Freigabe wie BMW Longlife-04 oder VW 507 00. An diese Vorgabe sollte man sich nach ADAC halten, um Schäden zu vermeiden; wer davon abweicht, gefährdet zudem die Herstellergarantie. Bei Fahrzeugen mit Longlife-Service darf grundsätzlich nur die vorgeschriebene Ölqualität verwendet werden, auch beim Nachfüllen.

Das Wechselintervall steht ebenfalls in der Betriebsanleitung und gilt nach Kilometern oder Zeit, je nachdem, was zuerst eintritt. Der ADAC nennt als Beispiele Opel mit alle 30.000 Kilometer oder ein Jahr und Audi mit flexiblen Intervallen innerhalb von zwei Jahren bis maximal 30.000 Kilometer. Für Autos, die überwiegend im Stadtverkehr bewegt werden und selten richtig warm laufen, empfiehlt der ADAC einen häufigeren, möglichst jährlichen Wechsel. Wer nur nachfüllt, statt zu wechseln, riskiert, dass die Schmierfähigkeit nachlässt und der Schmierfilm abreißt. Steigt der Ölverbrauch auffällig, helfen der Beitrag Hoher Ölverbrauch und die Ölverlust-Diagnose.

Kühlung: Kühlmittel und Temperatur

Der Kühlmittelstand sollte sich in einem dichten System nicht ändern. Trotzdem rät der ADAC, ihn alle 15.000 bis 30.000 Kilometer zu kontrollieren, weil Kühlflüssigkeit durch Diffusion oder eine undichte Stelle nach und nach verloren gehen kann. Ein sinkender Pegel, farbige Tropfen unter dem Fahrzeug oder ein süßlicher Geruch im Innenraum sind Hinweise auf ein Leck, das vor der nächsten langen Fahrt gefunden werden sollte. Was ein schleichender Verlust anrichtet, steht im Beitrag Kühlwasserverlust.

Welche Kühlflüssigkeit in den Motor gehört, verrät die Bedienungsanleitung. Sorten wie G11 und G12 dürfen nach ADAC nicht gemischt werden, weil chemische Reaktionen den Korrosionsschutz mindern und die Wasserpumpe beeinträchtigen können. Nach etwa 100.000 Kilometern hält der ADAC einen Wechsel der Kühlflüssigkeit in jedem Fall für sinnvoll.

Warmfahren statt warmlaufen lassen

Die Warmlaufphase ist nach ADAC für Benzin- und Dieselmotoren eine Phase mit erhöhtem Verschleiß, weil das Öl noch nicht auf Betriebstemperatur ist und die Reibung im Motor höher liegt. Im Stand verlängert sich diese Phase deutlich: In einem ADAC-Test hatte das Motoröl nach vier Minuten Leerlauf bei minus 10 Grad erst minus 7 Grad erreicht. Warmlaufen lassen ist außerdem nach der Straßenverkehrsordnung verboten und kostet 80 Euro Bußgeld.

Richtig ist, unmittelbar nach dem Start loszufahren und den Motor in den ersten Kilometern mit moderater Drehzahl und ohne Volllast zu bewegen, bis die Temperaturanzeige ihren Normalbereich erreicht hat. Wer eine Standheizung hat, startet mit vorgewärmtem Kühlmittel und übergeht die kritische Phase weitgehend.

Wartung: Zahnriemen, Steuerkette, Inspektion

Die Inspektion ist nach Herstellervorgabe fällig, entweder nach Fahrleistung oder nach Zeit, je nachdem, was zuerst eintritt. Das gilt nach ADAC auch für Fahrzeuge, die viel stehen, weil Motoröl auch im Stillstand altert; bei Kurzstreckenbetrieb kann es sogar sinnvoll sein, die Wartung vorzuziehen.

Beim Zahnriemen entscheidet der Wechsel über den Motor. AUTO BILD nennt Intervalle zwischen 60.000 und 240.000 Kilometern oder fünf bis zehn Jahren, weil auch die Zeit dem Riemen zusetzt. Reißt er, bleibt die Nockenwelle stehen und Kolben und Ventile kollidieren. Die Wasserpumpe wird üblicherweise mitgetauscht, weil eine alte Pumpe hinter einem neuen Riemen blockieren kann. Bei Motoren mit Steuerkette zählt das Geräusch, das der Beitrag Steuerkette rasselt beim Kaltstart beschreibt. Was ein Wechsel kostet, steht unter Steuerkette wechseln Kosten.

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Motorpreise aus gesammelten Marktangeboten

Die Warnzeichen, bei denen Sie anhalten

  • Rote Öldruckleuchte: Der Öldruck ist zu niedrig. Nach ADAC muss sofort gehandelt und der Motor schnellstmöglich abgestellt werden. Erlischt die Leuchte nach Kontrolle und Nachfüllen nicht, gehört das Auto an den Haken, nicht auf die Straße.
  • Rote Temperaturleuchte: Der Motor überhitzt, meist wegen zu wenig Kühlmittel. Fahrzeug sicher abstellen, Pannendienst rufen und den Motor abkühlen lassen, bevor der Kühlmittelbehälter geöffnet wird.
  • Gelbe Motorkontrollleuchte: Die Motorsteuerung hat einen Fehler erkannt. Dauerhaftes Leuchten bedeutet nach ADAC einen zeitnahen Werkstattbesuch; schnelles Blinken steht für einen schweren Defekt, das Fahrzeug sollte so schnell wie möglich in eine Werkstatt.
  • Geräusche: Klackern, Klopfen oder Rasseln, das mit der Drehzahl geht, ist ein mechanisches Warnzeichen. Die typischen Muster erklären Motor klackert und Motor macht Geräusche.
  • Rauch und Leistungsverlust: Weißer Rauch weist auf Kühlmittel im Brennraum hin, blauer auf verbranntes Öl, unrunder Lauf auf Zünd- oder Einspritzprobleme; mehr dazu unter Motorschaden Symptome.

Zwei Fehler, die sofort den Motor kosten

Falsch getankt: Benzin im Dieselmotor wischt nach ADAC sofort den Schmierfilm der Hochdruck-Einspritzanlage ab. Wer den Fehler an der Zapfsäule bemerkt, startet den Motor nicht und lässt den Tank abpumpen. Die Kosten dafür trägt man in der Regel selbst, die Kfz-Versicherung zahlt meist nicht.

Wasser im Ansaugtrakt: Nach einer Fahrt durch tiefes Wasser oder wenn das Fahrzeug im Hochwasser stand, rät der ADAC, das Auto gar nicht erst zu starten, sondern abschleppen zu lassen. Ein Startversuch mit Wasser im Zylinder führt zum Wasserschlag. Wann die Versicherung dann zahlt und wann nicht, steht im Beitrag Motorschaden und Versicherung.

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Quellen

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich den Ölstand prüfen?

Nach ADAC je nach Auto etwa alle paar tausend Kilometer, bei älteren Fahrzeugen häufiger. Der Motor sollte warm sein, aber einige Minuten stehen, und das Auto eben stehen.

Reicht es, Öl nachzufüllen statt zu wechseln?

Nein. Wer nur nachfüllt, riskiert nach ADAC, dass die Schmierfähigkeit nachlässt und der Schmierfilm abreißt. Das Intervall gilt nach Kilometern oder Zeit, je nachdem, was zuerst eintritt.

Soll ich den Motor im Winter warmlaufen lassen?

Nein. Im Leerlauf erreicht das Öl nur langsam Betriebstemperatur, die Phase mit hohem Verschleiß verlängert sich, und es drohen 80 Euro Bußgeld. Besser sofort losfahren und die ersten Kilometer mit moderater Drehzahl fahren.

Wann muss der Zahnriemen gewechselt werden?

AUTO BILD nennt Intervalle zwischen 60.000 und 240.000 Kilometern oder fünf bis zehn Jahren; maßgeblich ist die Herstellervorgabe. Reißt der Riemen, kollidieren Kolben und Ventile.

Bei welcher Warnleuchte muss ich sofort anhalten?

Bei der roten Öldruckleuchte und der roten Temperaturleuchte. In beiden Fällen den Motor nach ADAC schnellstmöglich abstellen; die gelbe Motorkontrollleuchte verlangt einen zeitnahen Werkstattbesuch, bei Blinken so schnell wie möglich.

Was tue ich, wenn ich falsch getankt habe?

Den Motor nicht starten und den Tank abpumpen lassen. Benzin im Diesel entfernt nach ADAC sofort den Schmierfilm der Einspritzanlage; die Kosten trägt man in der Regel selbst.