Was ein Klackern bedeutet

Ein kommender Motorschaden macht sich meist im Voraus durch Geräusche aus dem Motorraum bemerkbar. Häufig lässt sich beobachten, dass der Motor klackert, besonders gut im Leerlauf und während des Kaltstarts. Dafür gibt es viele Ursachen. Einige sind harmlos, in den meisten Fällen bedeutet ein Klackern jedoch, dass ein Defekt vorliegt. Ein Klackern aus dem Motorraum sollte deshalb nie ignoriert und schnellstmöglich in einer Fachwerkstatt untersucht werden, um einem kapitalen Motorschaden vorzubeugen. Im Folgenden werden die möglichen Ursachen, die Behebung und die Frage nach dem Weiterfahren erläutert.

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1. Fahrzeugdaten

Je genauer die Fahrzeugdaten, desto belastbarer der Ratgeber.

HSN/TSN stehen im Fahrzeugschein unter 2.1 und 2.2. FIN steht in Feld E, an der Windschutzscheibe oder am Türrahmen. Den Motorcode finden Sie oft im Serviceheft, auf dem Fahrzeugdatenträger, am Motor oder auf einer Werkstattrechnung.

2. Schaden

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3. Kontakt

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Klackern, Klopfen oder Nageln?

Oft hört man, ein Motor würde nageln oder klopfen. Klopfen beim Ottomotor ist die unkontrollierte Selbstentzündung des noch unverbrannten Gemischs; sie kann Kolben und Ringstege beschädigen. Nageln beim Diesel entsteht durch einen harten Verbrennungsbeginn nach langem Zündverzug – bei kaltem Motor ist leichtes Nageln normal. Klopft Ihr Motor oder nagelt er plötzlich ungewohnt hart, sollten Sie umgehend eine Werkstatt aufsuchen. Mehr zu diesem Geräuschbild lesen Sie unter Klopfgeräusche beim Fahren.

Mögliche Ursachen, wenn der Motor klackert

Fehlendes Öl

Das Motoröl übernimmt im Motor eine elementare Aufgabe: Es trennt die metallischen Bauteile durch einen Ölfilm und verhindert so extremen Verschleiß. Ist der Ölstand zu niedrig, kann die Schmierung nicht mehr gewährleistet werden, und es entstehen in kurzer Zeit kapitale Schäden. Durch das Aufeinandertreffen der metallischen Bauteile entsteht ein klackerndes Geräusch. Achten Sie deshalb stets darauf, dass der Ölstand innerhalb der Vorgabe liegt, und halten Sie beim Nachfüllen die Vorgaben des Herstellers ein. Die meisten Autos warnen zwar bei niedrigem Ölstand, verlassen sollten Sie sich auf die Sensoren jedoch nicht allein.

Gelängte Steuerkette

Bei Motoren, die keinen Zahnriemen, sondern eine Steuerkette nutzen, kann diese ebenfalls der Grund sein, wenn der Motor klackert. Die Steuerkette längt sich durch Verschleiß über die Zeit, und daraus entsteht ein Rasseln oder Klackern aus dem Motorraum. Das lässt sich besonders gut beim Kaltstart beobachten, wobei das Geräusch nach wenigen Sekunden wieder verschwindet. Bekannt ist dieses Problem bei den TSI- und TFSI-Motoren des VW-Konzerns und beim BMW-Motor mit der Bezeichnung N47. Ausführliche Informationen finden Sie unter Steuerkette rasselt beim Kaltstart und BMW Steuerkette.

Ölpumpe defekt

Damit die Schmierung wie vorgesehen funktioniert, muss auch die Ölpumpe ordnungsgemäß arbeiten. Sie sorgt für den nötigen Öldruck im Motor. Fällt sie aus, kann schnell ein kapitaler Motorschaden entstehen. Auch ein zugesetztes Ölsieb kann ein Grund für fehlenden Öldruck sein. Was bei einem Pumpendefekt zu tun ist, lesen Sie unter Ölpumpe defekt.

Lose Bauteile

In einigen Fällen kommen die Geräusche von lockeren Bauteilen am Motor oder am Unterboden des Fahrzeugs. Das rührt meist vom Aufsetzen des Autos oder vom Verschleiß der Halterungen her, an denen Teile im Motorraum befestigt sind. Die Motorabdeckung oder das Hitzeschutzblech sind häufige Beispiele. Die Kosten halten sich hier meist in Grenzen, da eine Werkstatt die Bauteile durch kleinere Schweißarbeiten oder Verschraubungen wieder befestigen kann.

Falsches Ventilspiel und Hydrostößel

Bei Motoren mit Hydrostößeln entsteht das Klackern durch verschlissene oder unterversorgte Stößel; bei mechanisch eingestelltem Ventiltrieb durch falsches Ventilspiel. Hydrostößel sind kleine Bauteile auf den Ventilen, welche die Bewegung der Nockenwelle auf die Ventile übertragen und das Ventilspiel automatisch ausgleichen. Häufigster Grund für ein Klackern ist, dass die Stößel nicht genügend Öl erhalten, weil die Zulaufbohrung verstopft ist. Dadurch beginnt das Ventil wegen des entstandenen Spiels zu klackern. Das größte Symptom verschlissener Hydrostößel ist ein deutliches Klackern des Motors, das besonders im kalten Zustand auftritt und mit dem Erreichen der Betriebstemperatur abnimmt.

Weitere Ursachen

Weitere mögliche Gründe sind ein Kolbenkipper, ein Pleuellagerschaden oder eine andere defekte Lagerung im Motor. Zudem können Nebenaggregate des Motors oder Karosserieteile des Fahrzeugs für ein klackerndes Geräusch sorgen. In vielen Fällen ist auch die Abgasanlage schuld, an der sich durch Korrosion über die Zeit Teile abgelöst haben und nun klackern. Eine Übersicht aller Geräuschbilder gibt der Artikel Motor macht Geräusche.

Reparatur oder Austauschmotor?

Stellt die Werkstatt einen Defekt fest, stehen Sie vor der Wahl zwischen Motorinstandsetzung und Austauschmotor. Welche Option wirtschaftlich ist, hängt vom Schadensbild und vom Fahrzeugwert ab.

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Motorpreise aus gesammelten Marktangeboten

Motorinstandsetzung

Da ein Motor nur durch das Zusammenspiel vieler Komponenten funktioniert, können bereits kleine Schäden dazu führen, dass ein Motor zu klackern beginnt. Werden diese nicht schnellstmöglich behoben, kann es schnell zu einem Motorschaden kommen. Eine Motorinstandsetzung ist vor allem dann zu empfehlen, wenn es sich um einen Erst- oder Bagatellschaden handelt, das heißt, wenn der Motor trotz des Schadens mit leicht verminderter Leistung läuft (zum Beispiel bei einem defekten Turbolader) oder sich ein Schaden erst durch ein Klackern andeutet.

Austauschmotor

Stellt sich bei der Inspektion heraus, dass bereits ein schwerwiegender Schaden vorliegt oder ein Motorschaden entstanden ist, ist ein Austauschmotor meist die kostengünstigste Lösung. Ihr Fahrzeug wird dann mit einem fabrikneuen, überholten oder leicht gebrauchten Motor ausgestattet. Da die Kosten für einen Austauschmotor von vielen Faktoren abhängen, ist eine pauschale Aussage nicht möglich.

Weiterfahren und HU

Ein Klackern des Motors hat nicht zwingend Einfluss auf die Hauptuntersuchung. Das hängt davon ab, welche Ursache vorliegt und ob es sich um einen elementaren Defekt handelt. Wichtig ist, den Grund für die Geräusche vorab zu identifizieren, denn neben Problemen bei der HU droht vor allem ein Motorschaden. Aus diesem Grund sollten Sie nicht weiterfahren, wenn der Motor klackert und Sie den Grund dafür nicht kennen. Bei Ölmangel oder einem Lagerschaden kann jeder weitere Kilometer den Schaden vergrößern.

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Quellen

Häufige Fragen

Warum klackert der Motor beim Kaltstart?

Beim Kaltstart ist das Öl noch dickflüssig. Eine gelängte Steuerkette oder Hydrostößel, die zu wenig Öl bekommen, klackern deshalb kalt am deutlichsten und werden mit Betriebstemperatur leiser.

Darf ich weiterfahren, wenn der Motor klackert?

Nur, wenn die Ursache bekannt und harmlos ist, etwa ein loses Hitzeschutzblech. Bei unbekannter Ursache sollten Sie nicht weiterfahren, weil Ölmangel oder ein Lagerschaden schnell zum kapitalen Motorschaden führen.

Wie hören sich defekte Hydrostößel an?

Als deutliches, gleichmäßiges Klackern aus dem Zylinderkopf, das im kalten Zustand am lautesten ist und mit steigender Öltemperatur nachlässt.

Was ist der Unterschied zwischen Klackern und Nageln?

Klopfen (Benziner) bezeichnet eine unkontrollierte Verbrennung; Nageln (Diesel) entsteht durch verzögerten Verbrennungsbeginn und ist bei kaltem Motor in leichter Form normal. Klackern ist ein mechanisches Geräusch, etwa vom Ventiltrieb, der Steuerkette oder einem Lager.

Fällt ein klackernder Motor durch die HU?

Nicht zwingend. Es kommt darauf an, welche Ursache vorliegt und ob ein sicherheits- oder umweltrelevanter Mangel damit verbunden ist. Die Ursache sollte aber vor dem Termin geklärt sein.

Reparatur oder Austauschmotor bei Klackern?

Bei einem Bagatellschaden wie Hydrostößeln oder einer Steuerkette lohnt die Instandsetzung. Liegt bereits ein Lagerschaden oder Kolbenkipper vor, ist der Austauschmotor meist wirtschaftlicher.