Die siebte Golf-Generation

Die Golf-Klasse ist eine der beliebtesten Baureihen von Volkswagen. Am 4. September 2012 feierte die siebte Generation in Berlin Weltpremiere; bereits einen Tag später begann der Vorverkauf in den ersten Ländern. Bis zum Ende der Serienproduktion 2019 entstanden nach Angaben von Volkswagen rund 6,3 Millionen Exemplare. Eine große Rolle spielen dabei die Golf-7-Motoren, die in vielen Varianten erhältlich sind. Einige davon sind von bekannten Problemen betroffen, die in Einzelfällen zu einem Motorschaden führen können. Im Folgenden geht es um die Motoren, ihre Schwachstellen und die Behebungsmöglichkeiten.

Die MQB-Plattform

Der Golf 7 basiert auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Volkswagen-Konzerns. Das Baukastensystem bestimmt, welche Motoren quer eingebaut werden können, ohne dass die Konstruktion groß geändert werden muss. Dadurch sinken die Kosten, und der Kunde bekommt eine größere Motorenauswahl. Nach Angaben von Volkswagen wurde das Gewicht gegenüber dem Vorgänger um bis zu 100 Kilogramm gesenkt und der Verbrauch je nach Motor um bis zu 23 Prozent.

Die Modellvarianten

Golf 7 TSI

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1. Fahrzeugdaten

Je genauer die Fahrzeugdaten, desto belastbarer der Ratgeber.

HSN/TSN stehen im Fahrzeugschein unter 2.1 und 2.2. FIN steht in Feld E, an der Windschutzscheibe oder am Türrahmen. Den Motorcode finden Sie oft im Serviceheft, auf dem Fahrzeugdatenträger, am Motor oder auf einer Werkstattrechnung.

2. Schaden

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3. Kontakt

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Am beliebtesten sind die Golf-7-Motoren in der TSI-Version. TSI steht für „Turbocharged Stratified Injection" und bezeichnet die nach dem Downsizing-Prinzip entwickelten Benziner des Konzerns: wenig Hubraum, vergleichsweise hohe Leistung. VW bietet sie mit drei oder vier Zylindern in Hubraumklassen von 1.0 bis 2.0 Litern an; die Spanne reicht laut AUTO BILD von 85 PS im 1.0 TSI bis 310 PS im 2.0 TSI. Die 1.0/1.2/1.4 TSI (EA211) und die TDI haben einen Zahnriemen (Intervall laut AUTO BILD 210.000 Kilometer), GTI, R und 1.8 TSI (EA888) eine Steuerkette.

Golf 7 TDI

Die Dieselversionen sind ebenfalls stets beliebt gewesen und überall zu finden, weil der Golf 7 als Geschäfts- und Leasingwagen gefragt ist. Die 1.6 und 2.0 TDI decken laut AUTO BILD 90 bis 184 PS ab. Sie gelten als sparsam bei hohen Drehmomentwerten, was einen guten Anzug beim Beschleunigen ermöglicht. Auch der TDI hat laut AUTO BILD einen Zahnriemen mit 210.000 Kilometern Intervall; bei hohen Laufleistungen sollte ein Wechsel vor dem Kauf eingepreist werden.

Golf 7 GTI

Der GTI gilt als Kult-Golf und soll die Performance des Modells hervorheben. Verbaut ist ein 2.0 TSI der Baureihe EA888, der nach Angaben von Volkswagen 162 kW (220 PS) leistet, in der Performance-Version 169 kW (230 PS). Mit dem Facelift 2017 stieg die Leistung auf 230 PS und in der Performance-Version auf 245 PS. Hohe Verkaufszahlen machen den Golf 7 GTI zu einer Legende der Baureihe.

Golf 7 GTD

Der GTD ist der einzige Diesel unter den sportlichen Golf-7-Motoren. Er leistet laut auto motor und sport 135 kW (184 PS) und stellt 380 Nm bei 1.750 Umdrehungen bereit – mehr Drehmoment als der GTI. Schon bei niedrigen Drehzahlen steht viel Kraft an, bei einem Normverbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometer (im Test von auto motor und sport 6,8 Liter). So verbindet der GTD einen alltagstauglichen Diesel mit einer gewissen Sportlichkeit.

Golf 7 Clubsport

Der Clubsport ist eine weitere Steigerung: ebenfalls ein 2.0 TSI, laut ADAC mit 195 kW (265 PS) und 350 Nm, Höchstgeschwindigkeit 250 km/h. Der limitierte Clubsport S kommt nach Angaben von Volkswagen auf 228 kW (310 PS); AUTO BILD nennt 380 Nm und 265 km/h Spitze.

Golf 7 R und TCR

Die Versionen R und TCR haben die stärksten Golf-7-Motoren, den gleichen 2.0 TSI mit unterschiedlichen Leistungswerten. Der GTI TCR leistet laut auto motor und sport 290 PS und 370 Nm, abgeregelt bei 250 km/h und auf Wunsch bei 264 km/h. Der Golf R hatte vor dem Facelift 300 PS; im Modelljahr 2017 stieg die Leistung laut AUTO BILD auf 310 PS, mit DSG auf 400 Nm (Handschalter 380 Nm). Der Golf R überträgt die Kraft über Allradantrieb auf die Straße und bildet mit dem TCR die sportliche Spitze der Baureihe.

Probleme der Golf-7-Motoren

Wasserpumpe und Kühlmittelregler

Generell gelten die Golf-7-Motoren als zuverlässig. Eine bekannte Schwachstelle betrifft aber die Kühlung: AUTO BILD beschreibt im Gebrauchtwagentest des GTI, dass das neue Wasserpumpengehäuse aus Kunststoff Probleme macht – durch Risse kann Kühlmittel austreten. Bemerkbar macht sich das über Kühlwasserverlust, Schwankungen der Kühlmitteltemperatur oder einen Motor, der nicht warm wird. Hier hilft nur der Tausch der Bauteile, denn bei Nichtbehebung droht eine Überhitzung. Und bei einer Überhitzung entsteht schnell ein kapitaler Motorschaden, weil das Öl nicht mehr ordnungsgemäß schmiert.

Nockenwellenversteller und Kraftstoffpumpe

AUTO BILD zählt fehlerhafte Nockenwellenversteller und streikende Kraftstoffpumpen zu den typischen Problemen des Golf 7 und rät, beides vor einem Gebrauchtkauf auszuschließen. Ein defekter Nockenwellenversteller macht sich durch Rasseln nach dem Kaltstart, unruhigen Lauf und Fehlereinträge zur Nockenwellenstellung bemerkbar. Da er die Steuerzeiten beeinflusst, sollte der Austausch durch eine Fachwerkstatt erfolgen, bevor ein Folgeschaden entsteht.

Turbolader und Rückrufe

Beim 1.2 TSI gab es laut AUTO BILD einen Rückruf wegen des Ladedruckstellers. Turboladerschäden sind grundsätzlich problematisch: Ein simples Auswechseln des Laders reicht oft nicht, um einem Motorschaden aus dem Weg zu gehen, denn Metallspäne des defekten Laders können in die Ansaugung gelangen. Dann reiben die Späne auch nach dem Wechsel die Brennräume auf, und weitere Schäden entstehen. Beim GTI ist laut AUTO BILD zudem der Auffangbehälter für Öldämpfe klein dimensioniert, was bei Rundstreckeneinsatz zu Ölverbrennung führen kann.

Behebungsmöglichkeiten

Golf-7-Motorinstandsetzung

Motorschaden-Kosten-Rechner

Motorpreise aus gesammelten Marktangeboten

Ein Motor funktioniert nur, wenn alle Bauteile ordnungsgemäß arbeiten, weshalb selbst kleine Probleme weitere Schäden verursachen können. Die defekte Wasserpumpe ist ein gutes Beispiel für eine Motorinstandsetzung – aber nur, wenn der Motor noch nicht überhitzt wurde. Dann verursacht die Instandsetzung in der Regel die geringsten Kosten. Pauschal vorhersagen lassen sich die Kosten nicht, weil unterschiedliche Schäden möglich sind und das jeweilige Motormodell eine Rolle spielt.

Golf-7-Austauschmotor

Ein Austauschmotor empfiehlt sich, wenn der Motor bereits überhitzt wurde oder Späne im Brennraum sind. Der Motor wird dann gegen einen neuen, überholten oder gebrauchten baugleichen Motor getauscht; die hohen Arbeits- und Materialkosten des Zerlegens entfallen. Auch ein Austauschmotor ist jedoch nicht billig, deshalb sollte stets ein Vergleich beider Wege erfolgen. Die Kosten hängen stark vom jeweiligen Motor, seinem Zustand und dem Lieferumfang ab – wie Sie ein Angebot bewerten, steht im Ratgeber Austauschmotor oder Instandsetzung.

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Quellen

Häufige Fragen

Welche Motoren hat der Golf 7?

TSI-Benziner mit drei oder vier Zylindern von 1.0 bis 2.0 Litern und 85 bis 310 PS sowie 1.6 und 2.0 TDI mit 90 bis 184 PS. Dazu kommen die Sportversionen GTI, GTD, Clubsport, TCR und R.

Wie viel PS hat der Golf 7 GTI?

220 PS, als Performance 230 PS; nach dem Facelift 2017 230 und 245 PS. Der Clubsport hat 265 PS, der Clubsport S 310 PS, der TCR 290 PS.

Welche Golf-7-Motoren machen Probleme?

Beim 2.0 TSI kann das Kunststoffgehäuse der Wasserpumpe reißen und Kühlmittel verlieren. AUTO BILD nennt außerdem fehlerhafte Nockenwellenversteller, streikende Kraftstoffpumpen und einen Rückruf für den Ladedrucksteller des 1.2 TSI.

Warum ist eine defekte Wasserpumpe beim Golf 7 gefährlich?

Ohne funktionierende Kühlung überhitzt der Motor, das Öl schmiert nicht mehr richtig, und aus dem Pumpentausch wird ein kapitaler Motorschaden. Kühlwasserverlust und Temperaturschwankungen sollten deshalb sofort geprüft werden.

Instandsetzung oder Austauschmotor beim Golf 7?

Solange der Motor nicht überhitzt wurde und keine Späne im Brennraum sind, ist die Instandsetzung meist der günstigste Weg. Nach einer Überhitzung oder einem Turboladerschaden mit Spänen lohnt der Vergleich mit einem Austauschmotor.

Hat der Golf 7 eine Steuerkette oder einen Zahnriemen?

Die 1.0/1.2/1.4 TSI (EA211) und die TDI haben laut AUTO BILD einen Zahnriemen mit 210.000 Kilometern Wechselintervall, GTI, R und 1.8 TSI (EA888) eine Steuerkette. Bei hohen Laufleistungen sollte der Wechsel vor dem Kauf eingepreist werden.