Wie lange dauert der Einbau eines Austauschmotors?

Die Gesamtdauer eines Motortauschs setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: der Beschaffung des Motors, dem Aus- und Einbau in der Werkstatt und der Inbetriebnahme mit Probefahrt. Wer nur nach der Werkstattzeit fragt, bekommt eine kurze Antwort. Wer wissen will, wann das Auto wieder vor der Tür steht, muss alle drei Abschnitte zusammenrechnen.

Für den reinen Aus- und Einbau nennt AUTO BILD kaum mehr als zwei Arbeitstage; für einen beliebigen Vierzylinder inklusive der Nebenarbeiten werden etwa drei Tage angesetzt. Die Partnerbetriebe von MotorschadenVergleich rechnen je nach Fahrzeugmodell und Werkstatt mit ein bis fünf Werktagen. Die Spanne erklärt sich durch die Bauart des Fahrzeugs, den Umfang des gelieferten Motors und dadurch, ob während der Arbeit weitere Schäden auftauchen.

Motorschaden-Ratgeber

Persönliche PDF-Einschätzung per E-Mail

1. Fahrzeugdaten

Je genauer die Fahrzeugdaten, desto belastbarer der Ratgeber.

HSN/TSN stehen im Fahrzeugschein unter 2.1 und 2.2. FIN steht in Feld E, an der Windschutzscheibe oder am Türrahmen. Den Motorcode finden Sie oft im Serviceheft, auf dem Fahrzeugdatenträger, am Motor oder auf einer Werkstattrechnung.

2. Schaden

0 von 500 Zeichen

3. Kontakt

100% kostenlos & unverbindlich

Was in der Werkstatt passiert

Der Ablauf ist bei fast allen Fahrzeugen gleich, nur der Aufwand pro Schritt unterscheidet sich. Zuerst wird die Diagnose bestätigt und geprüft, welche Anbauteile den Schaden überlebt haben. Dann werden Motoröl, Kühlmittel und bei angebautem Klimakompressor das Kältemittel abgesaugt, Kabelbaum, Leitungen und Wellen getrennt und der Motor aus dem Fahrzeug gehoben. Bei manchen Fahrzeugen geht das nach oben mit dem Kran, bei anderen muss der Motor zusammen mit Getriebe und Achsträger nach unten ausgebaut werden, was mehr Zeit kostet.

Anschließend werden die Anbauteile, die nicht am gelieferten Motor sind, vom alten Motor übernommen, der neue Motor eingesetzt, alle Verbindungen hergestellt und die Betriebsflüssigkeiten neu befüllt. Zum Schluss folgen das Anlernen von Steuergerät und Sensoren, sofern der Motor das verlangt, sowie die Probefahrt mit anschließender Kontrolle auf Dichtheit. Welche Anbauteile am Motor sind, hängt vom gekauften Umfang ab; die Unterschiede erklärt der Beitrag Rumpfmotor, Teilmotor oder Komplettmotor.

Lieferzeit: der Motor muss erst da sein

Die Werkstattzeit beginnt erst, wenn der Motor angeliefert ist. Nach den Erfahrungswerten unserer Partnerbetriebe ist ein Gebrauchtmotor meist nach rund fünf Tagen in der Werkstatt, ein überholter Motor nach rund zehn Tagen, weil er nach Bestellung noch fertig aufgebaut wird. Wird der eigene Motor zur Überholung eingeschickt (Kundenüberholung), dauert der gesamte Vorgang inklusive Transport etwa zwei Wochen.

Zum Vergleich: Die gründliche Instandsetzung eines Motors braucht laut AUTO BILD deutlich mehr als eine Woche. Ob sich in Ihrem Fall der Austausch oder die Instandsetzung eher lohnt, zeigen der Beitrag Austauschmotor oder Instandsetzung und das Tool Austausch vs. Instandsetzung.

Was die Dauer verlängert

  • Rumpfmotor statt Komplettmotor: Ein Rumpfmotor umfasst nur das Kurbelgehäuse mit Kolben und Kurbelwelle samt Lagern, ohne Dichtungen. Zylinderkopf, Ölwanne und die Nebenaggregate wie Wasserpumpe, Lichtmaschine und Klimakompressor muss die Werkstatt dann selbst montieren; allein Zylinderkopf und Ölwanne kosten ein paar Stunden.
  • Nachbestellte Teile: Dichtungen, Kettensatz, Wasserpumpe oder Motorlager, die beim Umbau als verschlissen auffallen, müssen bestellt werden. Der Motor steht dann halb montiert, bis die Teile da sind.
  • Ungeklärte Schadensursache: Wurde die Ursache nicht gefunden, muss die Werkstatt sie vor dem Einbau suchen, sonst nimmt der neue Motor denselben Schaden. Typische Beispiele sind Späne im Ölkreislauf, ein defekter Ölkühler oder ein Kühlsystem, das nicht dicht ist.
  • Folgeschäden an Anbauteilen: Turbolader, Injektoren oder Katalysator können vom Schaden betroffen sein. Wird das erst beim Ausbau erkannt, verlängern Prüfung und Ersatz die Standzeit.
  • Fahrzeugtyp: Bei Kleintransportern ist der Ausbau nach Erfahrung unserer Partner aufwendiger als beim Pkw.
  • Auslastung der Werkstatt: Ein Motortausch blockiert eine Hebebühne für Tage. Ein fester Einbautermin, der mit der Lieferung des Motors abgestimmt ist, spart oft mehr Zeit als ein schnellerer Versand.

Motorschaden-Kosten-Rechner

Motorpreise aus gesammelten Marktangeboten

Was die Arbeitszeit kostet

Die Werkstattzeit ist neben dem Motor selbst der zweite große Kostenblock. AUTO BILD nennt für die Arbeitsstunde je nach Lage und Marke 65 bis über 100 Euro; ein Fachbetrieb rechnet demnach rund 100 Euro pro Stunde ab. Bei zwei bis drei Arbeitstagen ergibt sich daraus allein für die Arbeitszeit ein vierstelliger Betrag, der je nach Fahrzeugmodell und Aufwand deutlich schwankt. Dazu kommen Betriebsflüssigkeiten, Dichtungen und die Teile, die beim Umbau ersetzt werden. Was Motor und Einbau zusammen kosten, lässt sich mit dem Kosten-Rechner für Ihr Modell eingrenzen; einen Überblick über die Preise gibt Austauschmotor.

Nach dem Einbau

Ein Austauschmotor bekommt beim Einbau frisches Öl und einen neuen Ölfilter, weil der alte Ölkreislauf Rückstände des Schadens enthalten kann. Die Partnerbetriebe empfehlen nach den ersten 1.000 bis 2.000 Kilometern eine Kontrolle von Schraubverbindungen, Dichtheit und Ölstand. Wie Sie den Motor in dieser Phase fahren, steht im Beitrag Austauschmotor einfahren.

Zur Absicherung: Gewerbliche Verkäufer müssen laut AUTO BILD zwölf Monate für gebrauchte Motoren geradestehen, seriöse Instandsetzer geben meist zwei Jahre. MotorschadenVergleich-Partner bieten in der Regel mindestens 12 Monate Gewährleistung. Was Gewährleistung und Garantie beim Motor bedeuten, erklärt Austauschmotor Garantie und Gewährleistung.

Motorschaden? Jetzt kostenlos vergleichen

Bis zu 14 unverbindliche Angebote von geprüften Anbietern aus Ihrer Nähe – 100% kostenlos.

Jetzt Angebote vergleichen
Kostenlos Unverbindlich 2.400+ Bewertungen

Quellen

Häufige Fragen

Wie viele Tage steht das Auto beim Motortausch in der Werkstatt?

Für den reinen Aus- und Einbau nennt AUTO BILD kaum mehr als zwei Arbeitstage, bei einem Vierzylinder mit Nebenarbeiten etwa drei Tage. Unsere Partnerbetriebe rechnen je nach Modell und Werkstatt mit ein bis fünf Werktagen.

Wie lange dauert es, bis der Austauschmotor geliefert ist?

Nach den Erfahrungswerten der Partnerbetriebe ist ein Gebrauchtmotor meist nach rund fünf Tagen da, ein überholter Motor nach rund zehn Tagen. Die Werkstattzeit beginnt erst danach.

Dauert der Einbau eines Rumpfmotors länger?

Ja. Bei einem Rumpf- oder Teilmotor muss die Werkstatt Zylinderkopf, Ölwanne und die Nebenaggregate vom alten Motor übernehmen. Das kostet zusätzliche Stunden und birgt das Risiko, dass verschlissene Teile nachbestellt werden müssen.

Warum will die Werkstatt vor dem Einbau die Schadensursache kennen?

Wird die Ursache nicht gefunden, etwa Späne im Ölkreislauf oder ein undichtes Kühlsystem, nimmt der neue Motor denselben Schaden. Die Suche verlängert die Standzeit, schützt aber den neuen Motor.

Was ist nach dem Einbau zu beachten?

Der Motor bekommt frisches Öl und einen neuen Filter. Die Partnerbetriebe empfehlen nach den ersten 1.000 bis 2.000 Kilometern eine Kontrolle von Schraubverbindungen, Dichtheit und Ölstand.